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Albrecht Buttolo

Albrecht Buttolo

Steuermann und Kapitän des deutlichen Sicherheitskonzepts
An die Chemnitz ist Albrecht Buttolo schon als 19-Jähriger gekommen, um ab 1966 Technologie/Maschinenbau zu studieren. 1970 Diplom, drei Jahre später Promotion zum Dr.-Ing. Das liegt jetzt 35 Jahre zurück. War es Herkunft, war es Glaubensangelegenheit - er las "Die Union", die "Neue Zeit", Gerald Götting wurde sein Parteivorsitzender auf den Spuren des Otto Nuschke. Seit 1970 beteiligte er sich am Parteileben, blieb Rationalisierungsingenieur, wurde in der sächsischen Automobilindustrie schließlich EDV-Gruppenleiter in der Projektierung.
Ab Juni des fundamentalen Jahres 1990 nahm Albrecht Buttolo gleichsam über Nacht seinen neuen Amtsplatz an der Chemnitzer Brückenstraße hinter dem Marx-Denkmal ein. Die konkurse Diktatur tauchte nach ruhmlosem Ende unter: "Wir bleiben hier - wir sind das Volk", klang es nach den Montagsdemos an der Aluminiumfassade des großen Hauses mit "Zickzack", in dem heute die Oberfinanzdirektion und eine Liegenschafts-Treuhand-Variante arbeitet.
Ministerpräsident Lothar de Maizière, der wie Buttolo der Götting-CDUD angehört hatte, berief auf der Basis des ersten frei gewählten Parlaments Volkskammer in allen DDR-Bezirken Regierungsbevollmächtigte und nutzte Buttolos Fähigkeiten für die Pflichten der Stunde - denn wir vollzogen den Weg zur Heimkehr des alten Stadtnamens, auch des alten Freistaates und also dem Ende der DDR mit ihren Bezirken. Albrecht Buttolo achtete auf den Übergang zur freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie mit allen Konsequenzen und christlichen Chancen. Sein Dienstzimmer lag an der Straße der Nationen, der große Beratungssaal blieb unverändert von Karlheinz Jakobs Wandbild dominiert.

Als gewähltes Mitglied des Sächsischen Landtages vollzog Buttolo in der Dreikönigskirche zu Dresden-Neustadt die Installation der sächsischen Vertretungskörperschaften, speziell in seiner neuen Eigenschaft als parlamentarischer Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium des Inneren: In Biedenkopfs sachsenprägendem Pionierkabinett wurde Albrecht Buttolo inmitten der Westkompetenz seit 1990 zum ruhenden Pol des Ostcharakters. Im Innenministerium, das Albrecht Buttolo seit 2005 als Minister leitet, oblag ihm schon als Staatssekretär gleichsam oberster Bauherr der neue sächsische Städtebau mitsamt Wohnungswesen, bald auch die Landesentwicklung schlechthin. Voreilige Baulücken beim Rückbau mancher Karrees schmerzen nachhaltig. Doch wer kann schon bauen, ohne zu bauen?

Die Generation der Buttolos bot die Alternative, verbindet aus langer Erfahrung die Qualitäten der Wortwahl mit Diplomatie und Strategie. Besonnene Offenheit vom Mobilfunkforum bis zur Polizistenperspektive. Freud und Leid der nun vollzogenen, oft gewöhnungsbedürftigen Kreis- und Verwaltungsreform standen im Kontext zu Buttolos Plädoyer für modernes bürgerschaftliches Engagement. Kriminalprävention, Stolpersteine der Bund-Länderkompetenzen, dosiertes Mindern von Fremdenfeindlichkeit und beherzter Umgang mit politischem Extremismus im ganzen Spektrum - Sachsens Innenminister braucht eine starke Disposition und sucht als Staatsmann die Mithilfe der Bürger: "Das Engagement gestaltet die Gesellschaft solidarischer und menschlicher." Gerade brachte der Staatsminister nach vielen Monaten moderner Entscheidungsvorbereitung einen großen Brocken staatlicher Rationalisierung für Sachsen als Steuermann und Kapitän hinter sich: Alle Querelen zur  Verwaltungsreform sind Geschichte, der Übergangsstau wird mit Kleinarbeit demontiert. Mit kühlem Kopf und ruhigem Kalkül zweckmäßiger Argumente und Berechnungen zählt dieser Innenminister zur Wendeelite bis heute.

Quelle: Stadtstreicher Chemnitz, Addi Jacobi

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